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Forschungsfelder im Wandel der Arbeit

Usability Engineering

Usability Engineering umfasst alle zentralen Anwendungen und Methoden, um Mensch-Maschine-Schnittstellen kontext- und zielgruppenspezifisch zu gestalten.


Abbildung 1: Software-ergonomischer Gestaltungsprozess

Eine grundsätzlich geeignete Vorgehensweise bei der benutzerzentrierten Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen stellt der in DIN EN ISO 9241 Teil 210 (2011) definierte Prozess (Abbildung 1) dar.

Ausgehend von der Identifikation des Nutzungskontexts, der den Benutzer, die Arbeitsaufgabe, die Arbeitsumgebung und die Arbeitsmittel umfasst, werden zunächst die Benutzeranforderungen sowie die arbeitsorganisatorischen Anforderungen definiert. Hierbei bietet sich unter anderem der Einsatz von Modellierungsmethoden wie UML an, die eine sukzessive Detaillierung der Systemspezifikation ermöglichen. Die Systemanforderungen fließen in die Entwicklung einer Gestaltungslösung ein, die je nach Produkt­komplexität zunächst als Simulation, als Prototyp oder als Produktversion realisiert werden kann. Die anschließende Evaluation der Gestaltungslösung (oder ihrer Zwischenstufe) in Bezug auf die definierten Anforderungen mündet in die Freigabe des Produkts oder – was den Regel­fall darstellt – in den nochmaligen Durchlauf dieses Prozesses. Auf diese Weise lassen sich Nutzungsprobleme bereits in frühen Phasen der Produktentstehung feststellen und geeignet beheben. Die Wahl der bei der Evaluation anzuwendenden Bewertungsverfahren hängt unter anderem davon ab, ob hard- oder software-ergonomische Aspekte im Vordergrund stehen.