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Projekte

workHEALTH

Prävention und Behandlung von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen durch ein ganzheitliches Verständnis biomechanischer und psychosozialer Faktoren in der beruflichen und klinischen Praxis

01.08.2020 - 31.07.2023

Kurzbeschreibung

Epidemiologische Analysen zeigen einen starken Einfluss arbeitsbedingter Faktoren auf die Prävalenz von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Derzeit fehlt es sowohl im Bereich Prävention als auch Behandlung an umfassenden Kenntnissen über das Zusammenspiel von Risikofaktoren sowie sich daraus ergebende Implikationen für die betriebliche und klinische Praxis. Für eine nachhaltige Prävention und Behandlung von arbeitsbedingten MSE bedarf es insgesamt weiterer Erkenntnisse, aus denen quantifizierbare Schadensgrenzen und Therapieansätze für relevante Einflussfaktoren abgeleitet werden können. Ein interdisziplinäres Konsortium ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung von der Prävention am Arbeitsplatz, über den Zeitpunkt der Erkrankung und Behandlung bis hin zur Wiedereingliederung in das Berufsleben.

Ziele

Das Projekt workHEALTH verfolgt das Ziel, aus den gewonnenen Erkenntnissen Implikationen für die klinische und operative Praxis zu generieren. Als Resultat werden Fortschritte hinsichtlich relevanter Risikoindikatoren für arbeitsbedingte Muskel-Skelett-Erkrankungen erwartet.             
Die in workHEALTH entwickelten konkreten Maßnahmen sollen in erster Linie das Entstehen von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen verhindern und damit nicht nur zu einer Entlastung der deutschen Sozialsysteme, sondern gleichzeitig auch zu einer allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität führen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auch in der Behandlung von Patienten, die von arbeitsbedingten MSE betroffen sind, mit dem Ziel einer schnelleren Genesung und der Vermeidung von Chronifizierung eingesetzt.

Vorgehen

Für die Generierung neuer Erkenntnisse spielt insbesondere auch der kombinierte Einsatz kollektiver und individueller Datenerhebung eine wesentliche Rolle. In workHEALTH wird ein multimethodischer Ansatz verfolgt, der gleichzeitig eine Vielzahl modernster Datenerhebungsmethoden und -instrumente anwendet, wie z.B. in vitro Untersuchungen an menschlichen Bandscheibenproben und Gelenkknorpel, in vivo Messungen von Kräften und Momenten, Interviews und Selbstberichte mit psychosozialen und anderen schwer messbaren Faktoren, Berechnung von gemeinsamen Kräften und Momenten mittels Bewegungserfassung und biomechanischer Modellierung, Beschleunigungssensoren zur Messung des objektiven Gesundheitsverhaltens sowie Elektromyographie zur Quantifizierung von muskulärer Aktivität.

Projektkonsortium

  • RWTH Aachen University, Institut für Arbeitswissenschaft
  • RWTH Aachen University, Institut für Allgemeine Mechanik
  • Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Orthopädie
  • Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Institut für Arbeitsschutz
  • Charité-Universitätsmedizin Berlin, Julius Wolff Institut, Gruppe Instrumentierte Implantate
  • Charité-Universitätsmedizin Berlin, Julius Wolff Institut, Gruppe Biomechanik der Wirbelsäule
  • Georg-August-Universität Göttingen, Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Anästhesiologie
  • MSB Medical School Berlin GmbH, Fakultät Naturwissenschaften, Abteilung Psychologie,Gesundheitspsychologie

Projektträger

Das Teilvorhaben der RWTH Aachen University „workHEALTH“ (FKZ: 01EC1905B) wird im Rahmen der „Förderung interdisziplinärer Forschungsverbünde zu muskuloskelettalen Erkrankungen“ im Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom DLR Projektträger betreut.