• Startseite
  • >
  • Forschung
  • >
  • Projekte
  • >
  • Projektdetails

Projekte

DURCHBLICK

Detektion unterschiedlicher unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen mittels intelligenter analytischer Sensorik

01.05.2017 - 01.05.2019

Kurzbeschreibung

Im WorldWideWeb werden zunehmend Anleitungen zur einfachen Herstellung von unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen verbreitet. Sicherheits- und Einsatzkräfte müssen jederzeit in der Lage sein, verdächtige Objekte wie etwa herrenlose Gepäckstücke oder manipulierte Mülleimer schnell und zuverlässig zu untersuchen. Das Ziel des deutsch-österreichischen Projektes DURCHBLICK ist es, ein robotergestütztes, leistungsstarkes Sensoriksystem verfügbar zu machen, mit dem über ein benutzerfreundliches Interface verdächtige Objekte untersucht werden können.

Herausforderungen


Quelle: Landeskriminalamt Baden-Württemberg, LKA BW, https://www.sifo.de/de/bewilligte-projekte-aus-der-bekanntmachung-aspekte-und-massnahmen-der-1767.html

Durch die zunehmende Verbreitung von Anleitungen zur einfachen Herstellung von unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV) sehen sich sowohl Deutschland als auch Österreich einer ernstzunehmenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit gegenüber. Die Sicherheits- und Einsatzkräfte beider Länder müssen in der Lage sein, verdächtige Objekte wie etwa herrenlose Gepäckstücke oder manipulierte Mülleimer schnell, zuverlässig und mit einem möglichst geringen Eigenrisiko zu untersuchen. Die derzeit im Einsatz befindlichen Technologien stoßen dabei immer wieder an ihre Grenzen.

Ziel


Quelle: Fraunhofer Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI

Ziel des bilateralen Projekts DURCHBLICK ist es, ein robotergestütztes, leistungsstarkes Sensoriksystem verfügbar zu machen, mit dem insbesondere Objekte, die nicht von allen Seiten zugänglich sind, untersucht werden können. Im Rahmen des Vorhabens sollen dazu der Einsatz von neuen Methoden wie der Röntgen-Rückstreu-Technologie oder mobilen Gamma-Kameras ebenso wie innovative Ansätze zur interaktiven Darstellung der gewonnenen Informationen für die Entschärfer untersucht werden. Zudem erfolgt eine ethische und rechtliche Betrachtung des Technologieeinsatzes im Hinblick auf Einsatzkräfte und Dritte.

Methoden

Am IAW werden zum einen das benutzerfreundliche Interface (Front-End) erarbeitet und zum anderen im Rahmen der ethischen Betrachtungen die Technikakzeptanz für das soziotechnische System untersucht.

Für die nutzerzentrierte Interaktionsgestaltung werden zunächst die Nutzungsanforderungen mittels Endanwender-Workshops und Experteninterviews erhoben. Danach erfolgt die Erarbeitung eines Bedienkonzept mit kontextspezifischem Interaktionsdesign und die Umsetzung in Low-Fidelity-Prototypen, wie Wireframes und Papierprototypen, bis High-Fidelity-Prototypen mit entsprechender Funktionalität. Die Prototypen werden iterativ über expertenbasierte Methoden, wie Cognitive Walkthroughs, und Usability-Testing mittels Fragebögen und Eye-Tracking evaluiert.

Für die Erhebung der Technikakzeptanz unter Einbeziehung aller Stakeholder finden vor allem qualitative Methoden, wie semistrukturierte Interviews, Anwendung, um fortwährend Empfehlungen für die Gestaltung des soziotechnischen Gesamtsystems abzuleiten.

Fördergeber und Förderkennzeichen

Programm

Forschung für die zivile Sicherheit, Bekanntmachung: „Zivile Sicherheit – Aspekte und Maßnahmen der Terrorismusbekämpfung“

Förderkennzeichen 13N14328 bis 13N14334, IAW: 13N14329

Projektträger

VDI-Technologiezentrum GmbH, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf