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Projekte

ADiTPro2

Ausbildende qualifizieren für die Digitale Transformation: Gestalten von industriellen Prozessen und Produkten als Gegenstandsbereich der beruflichen Bildung

01.10.2017 – 30.09.2019

Kurzbeschreibung

Im Projekt ADiTPro2 wird ein Qualifizierungskonzept für AusbilderInnen und ausbildende Fachkräfte in gewerblich-technischen Berufen zum Gestalten von industriellen Prozessen und Produkten als Gegenstandsbereich der beruflichen Bildung entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Ziel ist es, das Ausbildungspersonal für eine zukunftsgerichtete Ausbildung im Zuge der Digitalen Transformation zu qualifizieren.

Herausforderungen

Im Kontext der Digitalen Transformation liegt ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg von KMUs des produzierenden Gewerbes in der Gestaltung effektiver und effizienter Produktionsprozesse. Dadurch werden Aufgaben der Produktionsorganisation wie die Gestaltung und Optimierung von Fertigungsprozessen auch für Fachkräfte auf unterschiedlichen Qualifikationsniveaus bedeutsamer. Auf diese neuen Anforderungen sollten angehende Fachkräfte bereits im Rahmen ihrer beruflichen Erstausbildung im Betrieb vorbereitet werden. Jedoch können die vornehmlich in den industriellen Metall- und Elektroberufen genutzten technologie- und werkstoffaffinen Ausbildungskonzepte mit Lehrgangscharakter nur begrenzt auf die neuen, zusätzlichen Aufgaben in der Produktionsorganisation übertragen werden.

Vorgehen und Methoden

Während eine Reihe neuerer Studien die veränderten Anforderungen an Fachkräfte in der Produktion untersucht und Konsequenzen für Berufsbilder und Ordnungsmittel ableitet (z. B. Windelband 2016 für die M+E-Industrie), liegen bisher keine Studien vor, die die Konsequenzen einer Industrie 4.0 für das Anforderungsprofil des Ausbildungspersonals in der gewerblich-technischen Berufsbildung untersuchen.

Daher wird zunächst eine Anforderungsanalyse in zwei Bereichen durchgeführt. Zum einen werden die objektiven Anforderungen an Fachkräfte in der Produkt- und Prozessgestaltung im Kontext der digitalen Transformation erhoben. Zum anderen werden die vorherrschenden Ausbildungskonzepte und die Qualifikationsprofile des Ausbildungspersonals erhoben und systematisiert. Einen guten Zugang zur Erschließung und Analyse der Tätigkeiten im Prozessmanagement bieten Methoden der Qualifikationsforschung (Huisinga 2005, Rauner 2005) sowie Verfahren arbeitspsychologischer Tätigkeitsanalysen (Ulich 2011; Hacker 2005, 2009). Typische eingesetzte Erhebungsmethoden sind dabei Befragungen sowie Beobachtungen und Erkundungen. Diese Studien bieten eine Grundlage zur didaktischen Strukturierung und Gestaltung von Lernprozessen anhand konkreter Produktionsprozesse. Darauf aufbauend wird ein Qualifizierungskonzept für das Ausbildungspersonal in produzierenden Unternehmen entwickelt, umgesetzt und intern evaluiert.

Ziel

Ziel ist es, das Ausbildungspersonal für eine zukunftsgerichtete Ausbildung im Zuge der Digitalen Transformation zu qualifizieren. Hierzu wird eine Weiterbildung entwickelt und angeboten.

Weitere Informationen zu der Weiterbildung und der Anmeldung zur Teilnahme finden Sie auf der Projekthomepage.