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Projekte

Arbeitszeitbox

Praxishilfen für die Arbeitszeitgestaltung

01.11.2014 - 31.10.2019

Herausforderungen

In der Gestaltung flexibler, demografierobuster Arbeitszeitmodelle liegen große Potenziale, sowohl für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen als auch für die Gesundheit, die Zufriedenheit und die Work-Life-Balance ihrer Beschäftigten. Die Entwicklung und Einführung eines Arbeitszeitmodells ist aufgrund der zahlreichen Gestaltungsparameter, der großen Modellvielfalt sowie der teilweise gegensätzlichen Zielsetzungen zwischen Vertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sehr anspruchsvoll. Das dafür notwendige Wissen steht zwar größtenteils im Internet zur Verfügung, ist jedoch weit verteilt und für Nicht-Experten oft nur schwer zu durchschauen. Ein schneller Einstieg in die Thematik sowie eine Anwendung der vorhandenen Methoden und Instrumente ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) neben dem operativen Tagesgeschäft kaum möglich.

Zielsetzung

Mit der frei im Web verfügbaren Arbeitszeitbox soll Abhilfe geschaffen werden. Ziel des Projekts ist es, arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse, Erfahrungen aus Betrieben sowie bereits existierende Instrumente und Konzepte zum Thema Arbeitszeit praxisgerecht aufzubereiten. Die wichtigsten Gestaltungsmöglichkeiten von Arbeitszeitmodellen sollen für KMU ausgewogen und leicht verständlich beschrieben werden.

Vorgehen und Methoden

Das Transferprojekt wird vom Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der RWTH Aachen University und dem Beratungsunternehmen d-ialogo in enger Zusammenarbeit mit der Offensive Mittelstand (OM) und fünf Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen durchgeführt. Die gemeinsam entwickelte Potenzialanalyse Arbeitszeit ermöglicht KMU den schnellen Einstieg ins Thema. Ferner werden Planungshilfen (z.B. einfache Excel-Tools, Apps, Checklisten, Musterfragebögen, Handlungsempfehlungen) und Best Practices zusammengestellt und in einer strukturierten Übersicht dargestellt. Die Instrumente und Tools werden zusammen mit den Praxispartnern erprobt und in der Arbeitszeitbox einer zentralen „Arbeitszeit-Landing-Page“ zur freien Verfügung bereitgestellt. Zusätzlich sichert die Schulung von Multiplikatoren die Verbreitung und Nutzung der Arbeitszeitbox und ihrer Instrumente. Des Weiteren werden Webmedien erstellt und angeboten, die den Austausch zwischen Teilnehmenden und Experten ermöglichen. Darunter fallen webbasierte Kurzschulungen, in denen die Arbeitszeitbox-Tools live, mit der Möglichkeit Fragen zu stellen, präsentiert werden. Um eine fortwährende Aktualität sicherzustellen, werden aktuelle Erkenntnisse, Entwicklungen und Instrumente in die Arbeitszeitbox eingebunden und arbeitszeitrelevanter Begriffe in der Enzyklopädie Wikipedia überarbeitet und erweitert. Die Struktur der Arbeitszeitbox und die Konzeptentwicklung der Landingpage werden weiterentwickelt. Bis zum Ende des Projektes wird die Arbeitszeitbox für den weiteren Betrieb an die BAuA übergeben.

Link zur Arbeitszeitbox

www.arbeitszeitbox.de

Projektträger

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) gefördert und durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet. Projektträger ist die gsub (Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbh) in Berlin.